Mari­na Zwetz­schler, Preis­trä­ge­rin 2009

Mari­na Zwetz­schler wur­de 1984 in Mesche­de gebo­ren. Sie hat von 2004 bis 2009 ein Stu­di­um der Bil­den­den Kunst an der Uni­ver­si­tät Dort­mund bei Prof. Bet­ti­na van Haa­ren und Felix Dob­bert absol­viert. Mari­na Zwetz­schler arbei­tet und lebt in Soest und Werl.

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Aus­stel­lungs­be­tei­li­gun­gen

2006 „Natur­stü­cke“, Natur­kun­de­mu­se­um Dort­mund

2007 „Pfand­jä­ger — Ein zeich­ne­ri­sches Pro­jekt“, Rudolf Cha­doi­re Pavil­lon der Uni­ver­si­tät Dort­mund (Kata­log)

2008 Fach­prak­ti­sche Prü­fung, Rudolf Cha­doi­re Pavil­lon der Uni­ver­si­tät Dort­mund

2009 „Dop­pelt im Visier, Kunst und Wis­sen­schaft vor Ort in der Imma­nu­el­kir­che in Dort­mund-Mar­ten und in der Zeche Zol­lern II/IV in Dort­mund-Böving­hau­sen“, Rein­ol­di­kir­che Dort­mund (Kata­log)
2009 „Fokus­sie­ren und Ver­net­zen“, zusam­men mit Eva Wil­len­brink, Mathe­tower Uni­ver­si­tät Dort­mund
2009 „Schöp­fungs­be­rich­te“ St. Micha­el Kir­che Hagen
2009 „Dop­pelt im Visier, Kunst und Wis­sen­schaft vor Ort in der Imma­nu­el­kir­che in Dort­mund-Mar­ten und in der Zeche Zol­lern II/IV in Dort­mund-Böving­hau­sen“, Kir­che Dort­mund Mar­ten (Kata­log)
2009 “Augen­merk”, Arns­ber­ger Kunst­som­mer

Ein­zel­aus­stel­lun­gen

2009  “Ver­wir­run­gen — all­täg­lich”, Süd­west­fä­li­sche Gale­rie Schmal­len­berg Holt­hau­sen (Kata­log)
2009 “Ver­wir­run­gen — all­täg­lich”, Pro­vin­zi­al Müns­ter (Kata­log)

Jury 2009

Die Jury zur Ver­lei­hung des August-Macke-För­der­prei­ses hat sich im Jahr 2009 wie folgt zusam­men­ge­setzt:

Kul­tur­stif­tung der West­fä­li­schen Pro­vin­zi­al Ver­si­che­rung
Hel­mut Rudolph

August-Macke-Kura­to­ri­um
Chris­ti­ne Schle­ring-Ber­tels­mey­er
Prof. Dr. Carl Peter Busch­küh­le
Micha­el Schä­fer

Hoch­sauer­land­kreis
Wolf­gang Mei­er

Pro­to­koll
Astrid Schür­mann

Jury State­ment

Künst­le­rin aus Werl erhält den mit  5.000 € dotier­ten August-Macke-För­der­preis 2009

„Mari­na Zwetz­schler ist eine jun­ge Künst­le­rin mit unbe­dingt för­de­rungs­wür­di­ger Per­sön­lich­keit und Gestal­tungs­kraft. Ihre künst­le­ri­schen Nei­gun­gen, Fähig­kei­ten und Leis­tun­gen sind her­aus­ra­gend“, begrün­det Jury­mit­glied Micha­el Schae­fer den Ent­schluss der Jury.

Die 24-jäh­ri­ge Mari­na Zwetz­schler bewegt sich bei Sujet­wahl und Wahl der Bild­gat­tun­gen, Gestal­tungs­for­men und bild­ne­ri­schen Tech­ni­ken mit gro­ßer Sicher­heit. Ihre künst­le­ri­sche Arbeits­wei­se ist stark von ihren indi­vi­du­el­len Wesens­zü­gen geprägt, die prä­gnan­te Bild­ergeb­nis­se her­vor­ru­fen. Die Erfas­sung der Wirk­lich­keit sowie die Aus­füh­rung der Wer­ke zei­gen eine indi­vi­du­el­le Sicht der Din­ge und brin­gen ein eige­nes Lebens­ge­fühl zum Aus­druck.  „Die Künst­le­rin dringt mit Ernst und uner­müd­li­cher Akri­bie in die Welt der klei­nen und kleins­ten Details ein. Unüber­seh­bar sind ihre star­ke Emo­tio­na­li­tät und Intui­ti­on, aber auch Dif­fe­ren­ziert­heit, Sorg­falt und Prä­zi­si­on“, ergänzt Micha­el Schae­fer vom August-Macke Kura­to­ri­um.

Bei der Preis­trä­ge­rin ist wäh­rend ihres Stu­di­ums der Bil­den­den Kunst an der Uni­ver­si­tät Dort­mund im Detail wie im Gan­zen eine ein­drucks­vol­le Ent­wick­lung des künst­le­ri­schen Aus­drucks zu ver­fol­gen, so die Jury. Die Arbeits­wei­se von Mari­na Zwetz­schler ist geprägt von sen­si­bler Wahr­neh­mung ihrer Gegen­stän­de und expe­ri­men­tier­freu­di­ger Aus­füh­rung der Wer­ke, die sich schwer­punkt­mä­ßig in den Berei­chen der Zeich­nung und der Foto­gra­fie bewe­gen. Ihre Bild­spra­che ist geprägt von der ästhe­ti­schen Durch­drin­gung des Sujets, wel­che ver­bun­den wird mit Ele­men­ten des Spie­le­ri­schen, der Iro­nie und der Komik.


Die Ver­lei­hung des August-Macke-För­der­prei­ses 2009 fand am 21. Juni 2009 im Rah­men der Eröff­nung der Aus­stel­lung „Ver­wir­run­gen — all­täg­lich“ in Schmal­len­berg-Holt­hau­sen statt.

Bis zur öffent­li­chen Ver­lei­hung und Wür­di­gung der Preis­trä­ge­rin muss­te eini­ge Zeit ver­ge­hen, um die Ver­lei­hung mit der Eröff­nung einer Aus­stel­lung sowie dem Erschei­nen eines Kata­lo­ges ver­knüp­fen zu kön­nen. Als Glücks­fall erwies sich, dass die­se Aus­stel­lung in der Süd­west­fä­li­schen Gale­rie, die im West­fä­li­schen Schie­fer­berg­bau- und Hei­mat­mu­se­um in Schmal­len­berg-Holt­hau­sen behei­ma­tet ist, weni­ge Tage nach ihrer Errich­tung gezeigt wer­den konn­te. Die Aus­stel­lung von Wer­ken Mari­na Zwetz­schlers (vom 21. Juni bis zum 12. August 2009) und die vor­züg­li­che Kata­log­do­ku­men­ta­ti­on fan­den rei­che Betei­li­gung und Aner­ken­nung. Hohe Besu­cher­zah­len wäh­rend der Aus­stel­lung –auch im Zusam­men­hang mit der Süd­west­fä­li­schen Gale­rie – spre­chen für sich.

Kom­men­tar Frau Zwetz­schler
Mehr als 100 Schach­teln Glück, Frei­heit, Freun­de, etc. kauf­ten die Aus­stel­lungs­be­su­cher wäh­rend der Aus­stel­lungs­dau­er in Holt­hau­sen aus einem Auto­ma­ten von Mari­na Zwetz­schler. Der Auto­mat war ein ehe­ma­li­ger Ziga­ret­ten­au­to­mat, der ganz neu befüllt wur­de. Die Besu­cher beka­men dar­aus eine Schach­tel mit der ent­spre­chen­den Auf­schrift und in jeder die­ser Schach­teln befand sich ein Foto zu dem The­ma.
Auch vie­le Besu­cher, die nicht zu der Eröff­nung der Aus­stel­lung kom­men konn­ten, nutz­ten im Anschluss die Mög­lich­keit, die Aus­stel­lung wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten des Muse­ums zu besu­chen und ent­deck­ten dabei die tol­le Samm­lung des Holt­hau­ser Muse­ums.

Kom­men­tar Muse­um
„Wir haben uns sehr dar­über gefreut, dass wir als Gast­ge­ber für die Ver­lei­hung des För­der­prei­ses fun­gie­ren durf­ten und die beein­dru­cken­de Aus­stel­lung von Frau Zwetz­schler bei uns als ers­tes zu sehen war“, sag­te der 1. Vor­sit­zen­de des Muse­ums­ver­eins Fer­di­nand Hen­ne­mann. „Die Aus­stel­lung stellt für uns den Aus­gangs­punkt für wei­te­re Prä­sen­ta­tio­nen von Nach­wuchs­künst­lern in der Süd­west­fä­li­schen Gale­rie dar“ so der 1. Vor­sit­zen­der wei­ter.