Fujio Akai, Preis­trä­ger 1990

Fujio Akai, gebo­ren 1945 in Pan­dang auf Suma­tra als Sohn einer indo­ne­si­schen Mut­ter und eines japa­ni­schen Vaters, wuchs in Japan auf. 1964 kam er zum Stu­di­um an die Düs­sel­dor­fer Kunst­aka­de­mie. Immer kon­se­quen­ter kon­zen­trier­te er sei­ne Arbeit auf die Ver­mitt­lung zwi­schen ost­asia­ti­scher und euro­päi­scher Kul­tur. Beim Betrach­ten der leb­haf­ten, rhyth­mi­schen Farb­kom­po­si­tio­nen glaubt man je nach Stim­mung, Räu­me und Per­spek­ti­ven zu erken­nen. Dabei kol­li­diert auf reiz­vol­le Wei­se unse­re euro­päi­sche, nach räum­li­chen Ori­en­tie­rungs­punk­ten suchen­de Seh­ge­wohneit mit dem japa­nisch-asia­ti­schen Welt– und Bild­ver­ständ­nis, das den Kos­mos als bestän­di­gen Fluss begreift und die star­re, gegen­ständ­li­che Welt eine blo­ße Illu­si­on. Fujio Akais Bild­spra­che hat zudem die Leh­ren der ost­asia­ti­schen Kal­li­gra­phie von der engen Ver­schrän­kung der Schrift mit der Male­rei ver­in­ner­licht. Sein Werk hat im Span­nungs­feld zwi­schen öst­li­cher und west­li­cher Lebens­auf­fas­sung inner­halb der euro­päi­schen Kunst­sze­ne der bei­den letz­ten Jahr­zehn­te eine eige­ne, unver­wech­sel­ba­re Qua­li­tät aus­ge­bil­det. Fujio Akai über­nahm meh­re­re Lehr­auf­trä­ge u.a. in Bar­ce­lo­na. 1995 eröff­ne­te er als Mit­grün­der das Muse­um Doko in Köln. Er lebt und arbei­tet in Köln und Brüs­sel.