Monika Hollekamp, Preisträgerin 1981
Monika Hollekamp, geboren 1941 in Arnsberg, studierte Malerei und Bildhauerei an den Kunstakademien in Düsseldorf und Rom sowie Philosophie an der Universität Rom. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzelaus-stellungen in Deutschland und in Italien, den USA und Japan präsentiert. Vom Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn an beschäftigt sie sich mit den Techniken einer erscheinungs-nachahmenden, gegenständlichen Malerei, die sie mit Vorliebe bei den alten Meistern studiert. Es erfolgen eigene Experimente mit Raumillusion, Form, Farbe, Licht. Ihre Intention ist jedoch nie die illusionistische Darstellung physischer Realität, sondern vielmehr die Offenlegung der „meta-physischen“, immateriellen Welt des Geistes. Vor allem durch die präzise, ja akribische Erkundung und Ausleuchtung von Oberflächen und Mustern, und durch deren Kombination und/oder Konstrastierung (z.B. von solchen natürlichen Ursprungs mit sichtbar künstlichen, industriell erzeugten) schafft sie Irritationen und motiviert die Betrachter zur Reflexion: „Sehen ist im Wesentlichen eine Form des Denkens und Malerei ist in Wirklichkeit unmittelbarer Ausdruck der verschiedenen Prozesse, die wir Sehen nennen.“, sagt Monika Hollekamp. Sie lehrte 1989–94 im Fachbereich Design an den Fachhochschulen in Dortmund und Krefeld. Die Künstlerin lebt und arbeitet wechselweise in Italien (Rom) und Deutschland (Willich).
