Emil Schumacher, Preisträger 1978
Emil Schumacher, geboren 1912 in Hagen, verstorben 1999 auf Ibiza, ist einer der Mitgegründer und bekanntesten Vertreter der Abstrakten bzw. Informellen Kunst in Deutschland. Der vielfach ausgezeichnete Künstler (u.v.a. Guggenheim Award NY 1958, Preis des japan. Kultusministers 1959, Biennale Venedig 1962, Rubenspreis Siegen 1982, „Pour le Mérite“ 1982, Großes Bundesverdienstkreuz 1983, Dr. phil h.c. Universität Dortmund) studierte an der Kunstgewerbeschule in Dortmund und begann nach dem 2. Weltkrieg mit kubistischen Landschaften. Bald entwickelte er Werke nur aus dem Einsatz der Farbe und ohne jedes konstruktive Gerüst. Leitendes Prinzip seiner künstlerischen Position ist von nun an die Herausarbeitung der Eigenwertigkeit von Material und Farbe. Durch die Teilnahme an der Biennale in Venedig 1961 wurde er international bekannt und war wiederholt auf der documenta vertreten (II, III, 6). Als Professor lehrte er an der HfBK Hamburg, der Staatlichen Akademie Karlsruhe und an der Universität Minnealpolis/USA. Seine Arbeiten finden sich heute in allen renommierten Museen zwischen New York und München. Zwei der spektakulärsten Werke dürften die 20x3m große Mosaikgestaltung der Metro-Station „Colosseo“ in Rom und ein Wandgemälde im Reichstag von Berlin sein. Die Eröffnung des Emil-Schumacher-Museums in Hagen soll 2009 erfolgen.
