Chris­ti­ne Ban­dau-Mesche­de, Ruth Hoff­mann, Klaus Harn­sich­ma­cher, Preis­trä­ger 1969

Ruth Hoff­mann
gebo­ren in Darm­stadt, lässt in groß­for­ma­ti­gen Mosa­ik-Reli­efs und Mate­ri­al­bil­dern ihre Aus­ein­an­der­set­zung und Ver­bun­den­heit mit dem „Grund und Boden“ der Land­schaft erken­nen. Durch die Ver­ar­bei­tung von Stei­nen, Sand, Erden und Natur­ma­te­ria­li­en, in Stein-Mosai­ken, Sand­bil­dern und in Aqua­rel­len mit Mine­ral-Pig­men­ten wird ihr Schaf­fen, das durch eine kon­kre­te, regio­na­le Land­schafts­ar­chi­tek­tur inspi­riert ist, zur Fort­füh­rung der Geo­lo­gie in künst­le­risch abs­tra­hier­ter Form. Auch Fund­stü­cke, oft Frag­men­te von Gebrauchs­ge­gen­stän­den wer­den inte­griert. Der Reiz eines Mate­ri­als, das unbe­ach­tet am Weg­rand liegt, und die Mon­ta­ge die­ser Spu­ren zur „Land­schaft des Bil­des“ ist zen­tra­les Ele­ment die­ser Arbei­ten. Schie­fer­plat­ten wer­den zu Hügeln, ein alter Wein­le­se­ei­mer zum Berg­rü­cken, Hasen­draht und ros­ti­ge Nägel zu Wein­ber­gen. Far­ben der Natur, Blau, Braun, Grün und Grau prä­gen die Stim­mun­gen, war­me Erd­tö­ne domi­nie­ren. Das Auge zu sen­si­bi­li­sie­ren für den “Zau­ber im All­täg­li­chen” und den regio­nal spe­zi­fi­schen Cha­rak­ter der Kul­tur­land­schaf­ten, ist Wunsch und Absicht der Künst­le­rin. Ruth Hoff­mann lebt und arbei­tet in Sie­fers­heim, süd­west­lich von Mainz.

Claus Har­nisch­ma­cher
gebo­ren 1939 in Drol­s­ha­gen, ist frei­schaf­fen­der Maler, Gra­phi­ker und Lyri­ker. Nach einer Aus­bil­dung zum Stein­metz und Bild­hau­er im Klos­ter Maria Laach und dem Stu­di­um an den Köl­ner Werk­kunst­schu­len war er zeit­wei­se als Wer­be­gra­phi­ker tätig. Er ist Mit­glied des Künst­ler­bun­des Süd­sauer­land. Sei­ne viel­schich­ti­gen Arbei­ten, die er in den Medi­en Foto­gra­fie, Gra­phik, Comic, Male­rei, Mate­ri­al­col­la­ge, und Objekt­kunst aus­führt, ver­wei­sen auf einen prä­zi­sen, unbe­stech­li­chen Blick für Pro­zes­se der Natur und die Kreis­läu­fe von Ent­ste­hung und Ver­gäng­lich­keit. Sie schöp­fen aus einem rei­chen Fun­dus an his­to­ri­schem, natur­wis­sen­schaft­li­chem und kunst­ge­schicht­licht­li­chem Wis­sen, das er mit den Phä­no­me­nen der moder­nen Tech­no­lo­gien kon­tras­tiert, neu befragt und ord­net. So ent­ste­hen als Ergeb­nis sur­rea­le, oft­mals gera­de­zu apo­ka­lyp­ti­sche Bild­ge­schich­ten, in deren Zen­trum zumeist der Mensch als Indi­vi­du­um steht. Erläu­tern­de Titel oder ein lyri­scher Text des Künst­lers öff­nen den Zugang und machen Ver­schlüs­se­lun­gen trans­pa­rent. Claus Har­nisch­ma­cher lebt in Sie­gen /Drolshagen.

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sie­he auch: Claus Har­nisch­ma­cher, Wort­ge­wand, Gedich­te und Bil­der, Künst­ler­buch im Karin-Fischer-Ver­lag, 1996

Chris­ti­ne Ban­dau-Mesche­de (ver­stor­ben 2017)