Carl Josef Hoffmann, Gebhard Schwermer, Preisträger 1959
Carl Josef Hoffmann
wurde 1925 in Attendorn geboren. Nach dem Studium an den Kölner Werkschulen, erwarb er sich durch die Teilnahme an vielen Einzel- und Gruppenausstellungen schnell Bekanntheit im In- und Ausland. Als Bildhauer arbeitet er in Bronze, Wachs, Holz und Stein. Klare Formen und glatte Flächen sind bevorzugte Elemente seines Schaffens, das sich vor allem Motiven der belebten Natur widmet: treffend und elegant stilisierte Tierkörper im Bronzeguss, aber auch in Reliefs und Flachformen aus Holz oder Blei. Der Künstler, der 1992 den Kulturpreis des Kreises Olpe erhielt, ist 2017 verstorben.
Gebhard Schwermer
geboren in 1930 Arnsberg ‚verstorben in 2007 Konstanz, studierte Malerei an der Kunst-Akademie Düsseldorf bei Otto Pankok und anschließend Geschichte an der Universität Münster. Von 1957 – 1992 unterrichtete er Kunst und Geschichte an Gymnasien in Düsseldorf und Hilden, blieb jedoch stets weiter in Kontakt zu seiner Heimatstadt. Neben seiner Lehrtätigkeit setzte er intensiv die eigene künstlerische Arbeit und Entwicklung fort. Es entstehen Ölgemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Radierungen. Mit zahlreichen Einzelausstellungen ist er – zumeist im Rheinland — vertreten gewesen und hat ein an Umfang und Qualität außergewöhnliches Werk hinterlassen. Vor allem Architektur und Landschaft geben die Themen für seine früh gefundene Bildsprache: kein geschöntes Idyll, sondern die spröden Ausdrucksformen des Alltäglichen. Diese „Zeichen der Zeit“, anschauliche Zeugen für den Fortgang von Geschichte, die sich in Spuren der Abnutzung, der Zerstörung und des Verfalls offenbaren, zeigt er schonungslos in fast fotorealistischer Schärfe und legt doch eine zarte, melancholische Schönheit frei. Schwermer dürfte zu den bemerkenswertesten Malern der Neueren Moderne mit Herkunft aus dem Sauerland zählen. Eine umfangreich Retrospektive seines Werkes war mit großer Resonanz von Juni bis Oktober 2008 im Schloss Cappenberg bei Unna zu sehen.
