Tou­lu Hassa­ni erhält den August-Macke-Preis 2022

Tou­lu Hassa­ni hat den August-Macke-Preis des Hoch­sauer­land­krei­ses 2022 erhal­ten. Den Namen der Preis­trä­ge­rin gab Her­bert Sol­lich, Mar­ke­ting-Direk­tor der Braue­rei C. & A. Veltins, wäh­rend eines Pres­se­ge­sprä­ches bekannt. Preis­ver­lei­hung und Aus­stel­lungs­er­öff­nung fan­den am 30.11.2023 im Sau­er­land-Muse­um Arns­berg statt.

Tou­lu Hassa­ni wur­de 1984 in Ahwaz im Iran gebo­ren und lebt und arbei­tet in Han­no­ver. Von 2005 bis 2011 stu­dier­te sie Freie Kunst an der Hoch­schu­le für Bil­den­de Küns­te Braun­schweig bei Hart­mut Neu­mann, Tho­mas Rent­meis­ter und Wal­ter Dahn. In den Jah­ren 2008 und 2009 ging Hassa­ni zu Aus­lands­se­mes­tern an die Facul­tad de Bel­las Artes in Valencia/Spanien. 2011 und 2012 war sie Meis­ter­schü­le­rin von Pro­fes­sor Wal­ter Dahn. 2013 erhielt Hassa­ni den Preis des Kunst­ver­eins Han­no­ver, Ate­lier­sti­pen­di­um Vil­la Mini­mo, und 2016 den Spren­gel-Preis für Bil­den­de Kunst der Nie­der­säch­si­schen Spar­kas­sen­stif­tung. Für den Kunst­preis der Bött­cher­stra­ße 2020 Bre­men war sie nomi­niert und hat in die­sem Kon­text in der Kunst­hal­le Bre­men ihre Wer­ke aus­ge­stellt. Die Künst­le­rin absol­vier­te bereits vie­le Sti­pen­di­en, so bei­spiels­wei­se das New York-Sti­pen­di­um der Nie­der­säch­si­schen Spar­kas­sen­stif­tung und des Lan­des Nie­der­sach­sen in der Künst­ler­re­si­denz am Inter­na­tio­nal Stu­dio & Cura­to­ri­al Pro­gram New York sowie das Mari­an­ne-Defet Male­rei-Sti­pen­di­um in Kom­bi­na­ti­on mit einer Aus­stel­lung in der Kunst­hal­le Nürn­berg.

In der Begrün­dung für die Ver­lei­hung des August-Macke Prei­ses 2022 schreibt die Jury aus­zugs­wei­se: „Die Bil­der von Tou­lu Hassa­ni sind minu­ti­ös aus­ge­ar­bei­te­te abs­trak­te Wer­ke. Die Kon­zen­tra­ti­on und Ruhe, die sie beim Zeich­nen und Malen die­ser Wer­ke auf­bringt, ver­mit­teln sich dem Betrach­ter, der ange­regt wird, sich medi­ta­tiv in die Ober­flä­chen und Struk­tu­ren der Wer­ke hin­ein­zu­se­hen. Tou­lu Hassa­ni berei­tet oft zunächst ein Ras­ter vor, wel­ches sie dann malend aus­ar­bei­tet. Dabei vari­iert sie die For­men und Bewe­gun­gen im Lau­fe der Arbeit, so dass das Ergeb­nis sich erst im Pro­zess her­aus­bil­det. Sie expe­ri­men­tiert auch mit Mate­ria­li­en, so z.B. Gips, Holz oder Stoff, so dass nicht nur die Ober­flä­che von Papier oder Lein­wand gestal­tet wird, son­dern mit­un­ter ein Bild­ob­jekt ent­steht, das von allen Sei­ten bear­bei­tet ist. Tou­lu Hassa­nis inten­si­ve Arbei­ten demons­trie­ren die Kraft des indi­vi­du­el­len Kunst­werks, mit­hin das, wor­um es auch August Macke wesent­lich in sei­ner Kunst ging.“

Die Aus­stel­lung war vom 01.12.2023 bis 14.01.2024 im Sau­er­land-Muse­um Arns­berg zu sehen.

https://www.sauerland-museum.de/fileadmin/Kundenbereich/Ausstellungen/2023_August_Macke_Preistr%C3%A4gerin/TouluHassani_MackePreis_Faltblatt_DIGITAL_comp.pdf